HanseMerkur - Entscheidungsunterstützung bei der Technologieauswahl und Konzeption der Portalentwicklung

Zur Stärkung ihrer Internetpräsenz und zur Erzielung einer höheren Bindung zu den Vertriebspartnersegmenten plante HanseMerkur die Einführung einer Portallösung als zentralen Bestandteil einer komponentenbasierten Integrationsumgebung. Neben der Ablösung der bestehenden Website sollten sukzessive verschiedene Anwendungen ins Portal integriert werden.

Anforderungen und besondere Herausforderungen

Nach einer hausinternen Analyse bestand im Bereich Anwendungsentwicklung eine Präferenz für ein Java-basiertes Open Source-Portalsystem. Fraglich war jedoch, ob zur Abdeckung der bestehenden Anforderungen die Funktionalität der mitgelieferten Content Management (CMS)-Komponente ausreichend war.
Folgende nicht untypische Herausforderungen bestanden für das gemeinsame Team:

  • Hoher Innovationsgrad:

    Begrenzte Erfahrungen mit den auszuwählenden Portal- und CMS-Technologien.

  • Komplexes Anforderungsmanagement:

    Hohe Anzahl potentiell zu integrierender Anwendungen durch mehrere Fachbereiche.

  • Technische Unsicherheit:

    Fehlende Reife verfügbarer Open-Source Standardprodukte, beispielsweise durch im Aufbau befindliche Dokumentation.

Proof-of-Concept durch funktionales Prototyping

„Nach einer ersten Konsolidierung der Anforderungen sind wir der Empfehlung von mgm gefolgt, an funktionalen Prototypen das Portalsystem und dessen Zusammenspiel mit verschiedenen CMS auszuprobieren“, so Frank Mielke, Projektleiter seitens HanseMerkur.
Der erarbeitete Entscheidungsweg sah folgende wesentliche Arbeitsschritte vor:

  • Aufstellen relevanter Anwendungsfälle (Use Cases).
  • Ableiten der kritischen Funktionalität und Gewichtung ihrer Entscheidungsrelevanz.
  • Technische Umsetzung der Anwendungsbeispiele und Dokumentation der Ergebnisse.
  • Präsentation der Entscheidungsmatrix für Portal- und CMS-Auswahl.

Innerhalb von zwei Monaten konnte eine verbindliche Entscheidung der einzusetzenden Technologie getroffen werden. Durch den gewählten Entscheidungsweg konnten gleichzeitig noch bestehende Schwachpunkte identifiziert und für die weitere Projektplanung berücksichtigt werden.

Gewählter Entwicklungsansatz

Insgesamt plant HanseMerkur die Implementierung verschiedener Anwendungen im Portal. Daher wurde gemeinsam ein Entwicklungsansatz ausgewählt, der eine intensive Kommunikation mit den verschiedenen Fachbereichen vorsieht. Ähnlich dem funktionalen Prototyping im Proof-of-Concept wurden im ersten Portalanwendungsprojekt im Maklerbereich die abzubildenden Abläufe vor der technischen Implementierung für die Fachbereiche visualisiert und anschließend entwickelt.

Für die technische Implementierung ist die Architektur einer Portalanwendung sowie deren Integration als zukünftige Komponente im Portal entscheidend. Daher wurde in dieser Philosophie eine konzeptionelle Aufteilung einer Anwendung in wieder verwendbare Portlets und die Definition ihrer jeweiligen Schnittstellen empfohlen. Der entscheidende Vorteil: Beherrschbare Komplexität in der Entwicklung und im späteren Betrieb. So war es für die Anwendungsentwicklung bereits nach kurzer Zeit möglich, als Applikationsdurchstich zwei Anwendungsfälle der bestehenden Business-Intelligence-Lösung selbständig ins Portal zu integrieren.

Hinsichtlich der Wartbarkeit und des Entwicklungsprozesses des Portals empfahl mgm eine eigene Portalanwen-dungsentwicklung. Diese berücksichtigt unter anderem die höhere Abhängigkeit einzelner Portalanwendungen untereinander. Beispielsweise führen Änderungen am Rechtekonzept oder an der Verteilung des Seitenaufbaus zu Änderungen über mehrere Portalinstanzen hinweg. Das im HanseMerkur-Umfeld vorhandene automatisierte Build- und Releasemanagement wurde um Portalaspekte ergänzt und mit dem hauseigenen Redaktionsprozess abgestimmt. So können sowohl Portalinhalte als auch einzelne Portlets integriert berücksichtigt werden.

Länderübergreifende Kommunikation

mgm unterstützte das HanseMerkur-Team dabei, in einem begrenzten Zeitraum die richtige Technologie auszuwählen sowie einen organisationskonformen Entwicklungsansatz bereitzustellen. So konnte innerhalb von drei Monaten die erste Portalanwendung in Form der Corporate Website www.hansemerkur.de in Produktion gebracht werden.

„mgm technology partners hat uns geholfen, innerhalb kurzer Zeit das notwendige Verständnis und Wissen zu erlangen, das notwendig war, um uns für den Portaleinsatz bei der HanseMerkur fit zu machen“, resümiert Dr. Horst Karaschewski, Leiter Anwendungsentwicklung bei HanseMerkur, den Projekteinsatz.

*Diese Referenz wurde von HanseMerkur Belgien offiziell bestätigt.