mgm Data Warehouse für historische Geschäftsanalysen und revisionssicheres Konzern-Reporting

Zur Erfüllung der hohen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Datenhaushalte und die darauf basierenden Berichte, die sich aus den MaRisk (VA) der BaFin ergeben (R3/2009), musste ein vollständig historisierter, revisionssicherer Datenbestand für eine jederzeit zeitpunkt-genaue Berichterstattung aufgebaut werden. Auf Basis des mgm Data Warehouse-Referenzmodells für Versicherungen und in gemeinsamer Arbeit mit den Experten der Köln.Assekuranz ist eine Lösung entstanden, die die Auskunftspflichten der Köln.Assekuranz erfüllt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, erweiterte Geschäftsanalysen zu fahren und so auch den Kunden noch bessere Informationsservices liefern zu können.

Erweiterte Anforderungen zur Geschäftsanalyse bei der Köln.Assekuranz

Nach Implementierung des neuen Agentursystems hat die Köln.Assekuranz als Folgeschritt eine Lösung ihrer Reporting-Anforderungen geplant, die konform zu den aufsichtsrechtlichen Anforderungen der MaRisk (VA) ist:

  • Reporting-Anforderungen des Gesetzgebers (BaFin):

    Abbildung Erfüllung der Informationsanforderungen des Gesetzgebers über den Stand des operativen Versicherungsgeschäfts inklusive Schäden.

  • Konzernreporting innerhalb der Munich Re:

    Automatisierte Erstellung der Monats-, Quartals- und Jahresberichte als Input für den Konzernabschluss.

  • Historische Geschäftsanalyse:

    Möglichkeit zur revisionssicheren Geschäftsanalyse zu frei wählbaren Auswertungs- und Betrachtungs-Zeitpunkten auf Basis eines dispositiven Datenbestandes.

  • Referenz-Datenmodell:

    Um die Investitionssicherheit und Erweiterbarkeit des neu zu erstellenden Data Warehouse sicherzustellen, sollte der Datenbestand auf Basis des mgm DWH-Referenzmodells für Versicherungen aufgebaut werden.

  • Kosteneffiziente Implementierung:

    Die Implementierungskosten sollten im niedrigen sechsstelligen Bereich gehalten werden.

Auf Basis dieser Anforderungen konzipierten ein gemeinsames Team von Experten des Kunden mit Aktuaren und Ingenieuren von mgm eine Lösung. Als technische Basis dazu wurde das mgm-Referenzmodell für Versicherungen ausgewählt. Aus den operativen Geschäftsinformationen des Agentursystems und anderen Umsystemen wurde ein historischer, normierter Datenbestand aufgebaut, der als revisionssichere Datenquelle für das definierte Reporting dient (Single point of truth).

Implementierung auf Basis des mgm Data Warehouse

Die Implementierung des Data Warehouses durch mgm besteht aus folgenden Komponenten

  • Datenmodell:

    mgm Data Warehouse-Referenzmodell

  • Data Warehouse:

    Oracle

  • Analysedatenbank:

    Oracle, MS SQL Server

  • Datenextraktion und -mapping:

    Pentaho Data Integration/Kettle

  • Reporting:

    MS SQL-Reporting

Ein Schwerpunkt der Projektarbeit bestand in der Abbildung der Köln.Assekuranz Daten im Data Warehouse sowie der Darstellung der Reports.
„Unsere Lösung erlaubt es den Anwendern mit wenigen Klicks ihr Geschäft im Zeitablauf zu betrachten. Bei der Darstellung passen wir uns nahezu vollständig an die im Hause übliche Präsentationsform an“, erläutert Birgit Becker, Projektleiterin bei mgm technology partners.

Datenqualität schafft Vertrauen

Nach der technischen Implementierung des Data Warehouses begann die intensive Phase der Inbetriebnahme, oder konkret, das Vertrauen der Mitarbeiter der KA in die Zahlen aufzubauen. Dabei testeten vor allem die Projektkollegen der Köln.Assekuranz akribisch das Zahlenwerk.
Dazu mussten auf Feldebene die einzelnen Daten auf ihrem Weg zwischen Quellsystem und Data Warehouse, Data Warehouse und Analysedatenbank sowie zwischen Analysedatenbank und Reportingsystem nachverfolgt werden.
Erst nachdem alle Beweise über die Genauigkeit der Daten geführt worden sind, konnte im November 2009 das erste Reporting mit fehlerfreien Daten erstellt werden.

Eine besondere Attraktivität der generierten Reports besteht weiterhin darin, dass sie nahezu vollständig sowohl ergonomisch als auch optisch die Standards der BaFin sowie der Munich Re repräsentieren.

Auch für Kunden, die über das KA-Kundenportal (alternativ: E-Mail) auf Berichte zugreifen, wurden durch die bessere Nutzung der Geschäftsdaten Vorteile geschaffen.

Fazit

„Das gesamte Team hat sich eingesetzt, um das gesteckte Ziel ‚Go-Live innerhalb von drei Monaten’ zu halten.“, bewertet Alexander Ruppel, Leiter Controlling der Köln.Assekuranz, die gemeinsame Projektarbeit. „Mit der ersten Ausbaustufe unseres Data Warehouses können wir unser Reporting in einem Bruchteil der vorher notwendigen Zeit erledigen.“

*Diese Referenz wurde von Köln.Assekuranz offiziell bestätigt.