Datenmigration beim Versionswechsel des zentralen Fachverfahrens Cusa Prävention in die C5-Technologie

Der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband (Bayer. GUVV, LUK) ist als gesetzliche Unfallversicherung für die Unfallprävention sowie Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitnehmern im Schadenfall in Bayern verantwortlich. Im Jahre 2009 waren hier über 75.000 Unternehmen und Einrichtungen erfasst. Als Kernsystem für die automatisierte Bearbeitung der relevanten Fachverfahren dient das Cusa, die Branchenlösung der HDP GmbH für deutsche gesetzliche Unfallversicherer.

Im Zuge der Transformation der dem Fachverfahren für den technischen Außendienst Cusa Prävention zugrunde liegenden Software im Jahre 2011 war eine umfangreiche Datenmigration notwendig. Diese war verbunden mit einem Datenbankwechsel von Oracle auf db2 i5. Aufgrund seiner Datenmigrationskompetenz sowie dem Einsatz geeigneter Werkzeuge gelang einem Expertenteam von mgm technology partners gemeinsam mit dem Kundenteam die zeit- und budgetgerechte Bereitstellung der Daten im neuen System.

Aufgabenstellung:
Planung der Transformationsprozeduren und Dataloads auf Basis des existierenden Migrationskonzepts

Um Cusa Prävention der aktuellen Version C5 in Produktion zu nehmen, musste das neue System aus zwei Datenquellen beladen werden. Die Vorgängerversion C4 lieferte die laufenden Daten aus dem Tagesgeschäft (z.B. Dokumentation der Betreuungsberichte). Zusätzlich war eine Befüllung der neuen Cusa-Installation mit Bestandsdaten (z. B. Mitglieder, Leistungs-bereiche) erforderlich, die in hostüblicher Datenhaltung vorliegen. Für beide Datenbefüllungen waren eine technische Transformation (ETL) sowie die Abstimmung der Dateninhalte innerhalb der Organisation des Bayerischen GUVV notwendig.

Flexible Einbindung der Projekteilnehmer in einem dynamischen Transformationsprozess:

  • Abstimmung der Datenvorbereitung mit den verantwortlichen Fachbereichen der Quellsysteme
  • Sicherstellung der fachlichen Richtigkeit der Datenverwendung in CUSA Prävention
  • Toolauswahl für die technische Abbildung der Transformationsprozesse (ETL-Tool Kettle aus der Pentaho Suite (OSS))
  • Iterative Durchführung der Dataloads und Optimierung der Transformationsregeln
  • Einführung eines automatisierten Daten-Nachladeverfahrens für Bestandsdatenänderungen
  • Qualitätssicherung der bereitgestellten Daten mit den Fachbereichen

„Das mgm Team hat sich mit seinem fachlichen Hintergrund hervorragend in unserer Welt bewegt. Es bot uns bei den notwendigen Abstimmungen für die Datenmigration gute fachliche Gesprächspartner und hat uns die eingesetzte Technik auf Augenhöhe nähergebracht“, erläutert Jürgen Renfer, Abteilungsleiter Informationstechnologie beim Bayerischen GUVV.

Geschickte Datentransformation und Einsatz von Kettle machten technische Migration effizient

Bei der Auswahl des technischen Werkzeugs für die Transformation der Daten wählte das Team das ETL-Werkzeug Kettle aus der Pentaho-Produktfamilie. „Mit Kettle konnten wir die vorhandenen DB-Systeme Oracle und db2 i5 über vorhandene Konnektoren direkt ansprechen“, erklärt Robert Popp, Migrationsexperte bei mgm.

Auf Basis von Kettle konzipierte er einen einstufigen Transformations- und Ladeprozess unter Verwendung von XML für die fachliche Aufbereitung einiger Daten. Dies war notwendig, da die Geschäftsdaten in einem kleinen Bereich in Blobs gespeichert waren. Erst eine Umwandlung der Blob-Daten in Clobs machten sie zur Weiterverarbeitung verwendbar. Im Ergebnis konnte die Migration in das Zielsystem in einem Schritt ohne den üblichen Staging-Bereich zur vorsorglichen Konsolidierung und Datenbegutachtung erfolgen. „Mit unserem Vorgehen und dem Einsatz von Kettle konnte das Projektteam den Fachexperten beim Bayer. GUVV direkt Ihre Daten und bestehende Inkonsistenzen zeigen und Änderungen sofort und nachvollziehbar ohne Programmierung durchführen“, ergänzt Popp den Vorteil seines Vorgehens.

Zeit- und budgetgerechter Projektabschluss sowie eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sorgen für Kundenzufriedenheit

Um den gesetzten Zeitrahmen für den Projektabschluss einzuhalten, war es erfolgskritisch, mit den Fachanwendern möglichst schnell an der Behebung von Dateninkonsistenzen zu arbeiten, die typischerweise bei den initialen Datenbeladungen auftreten.

Durch den gewählten Migrationsansatz konnte bereits nach vier (Beladungs-) Iterationen inklusive zugehöriger Abstimmungen mit den Fachexperten Vollzug gemeldet werden: Fehlerfreie und vollständige (100%) Übernahme der Daten in das Produktionssystem. Dass auch die teilweise fachlich detaillierten Abstimmungen zu den Datenkorrekturen so schnell absolviert werden konnten, spricht für die Aktivitätenverfolgung durch die Projektleitung, aber vor allem für den tollen Spirit im gesamten Team.

*Diese Referenz wurde vom Bayerischen GUVV offiziell bestätigt.